11 Dezember 2011

Lächle, Sweetheart, lächle!


Oder: kamelin beim Fotoshooting

Als das Telefon am Montag Morgen meinem Schlummer ein Ende setzt, schwant mir nichts Gutes,  und ich soll Recht behalten. Es ist mein Chef, und er ist sauer. Stocksauer, um präzise zu sein.
Seit Wochen liegt er mir in den Ohren, zu einem zwangsverordneten Fotoshooting zu gehen. Er will die Bilder seiner Angestellten auf der neuen super-duper relaunchten Agenturwebpage präsentieren, und dazu müssen wir uns von einem saublöden Schickimicki-Profi ablichten lassen. Bereits dreimal habe ich diesen vermaledeiten Termin verschoben, aber nun ist Big Boss der Geduldsfaden gerissen. Selbst das Argument, dass ich im Grunde nur freiberuflich für ihn tätig bin, lässt er nicht gelten. Ich muss zum Blitzomaten, und zwar noch diesen Nachmittag.
Zähneknirschend lege ich auf. 

Fliegenschiss und Hühnerkacke, ich hasse Fotos! Von mir, um präzise zu sein. Wozu das Ganze, wer will mich schon sehen? Und dann auch noch auf einer Webpage. Einmal im Netz kann ich diesen Mist nicht mehr löschen, selbst wenn mir morgen mein blödes Grinsen auf den Senkel geht. Und das wird es garantiert – ich weiß wovon ich rede.
Seit Jahren renne ich ehemaligen Klassenkameraden hinterher, die es für eine gute Idee halten, Bilder von mir einzustellen, sei es bei Stayfriends, Facebook oder TwitPics - man ist nirgendwo mehr sicher: "Oh, seht mal, das bin ich mit kamelin - damals hatte sie noch ihre Zahnspange, ist das nicht super-niedlich?!?"
Nein, verdammt, das ist es nicht - lasst euch das gesagt sein!
Und nun zwingt mich mein Brötchengeber mich diesen Nachmittag ablichten zu lassen, und es gibt nichts, was ich dagegen tun kann. Denn eines ist sicher: Weigere ich mich, hab ich Ärger am Bein, und vielleicht bald keinen Job mehr.

Entsprechend motiviert  erscheine ich einige Stunden später bei Nikon, einem japanischen Starfotografen, der mit seinem Geknipse in einer Stunde mehr verdient als ich in einer Woche. Dieses Wissen ist nicht dazu angetan meine Laune zu verbessern, vor allem, nachdem mein "kleiner" Bruder darauf bestanden hat, mich zu begleiten. Das Miststück in mir hat ihn den ganzen Vormittag malträtiert, in der Hoffnung, dass es mir danach besser gehen würde. Viel geholfen hat es nicht. 
Jetzt stehen wir zusammen vor diesem runtergekommenen Loft in Kölns South Bronx, während er von einem Ohr zum anderen grinst, als halbnackte Twiggys im Schlampen-Look das Studio verlassen.
Na toll. 
Nachdem die Studio-Managerin uns bei Nikon angemeldet hat, schwebt dieser freudestrahlend auf uns zu. Ich versuche zurück zu strahlen, doch dann erkenne ich, dass sein Lächeln meinem Bruder gilt - war ja klar.

Ich dachte immer, ich sei klein, doch im Vergleich zu mir ist Nikon winzig. Seine Haut ist sonnenstudiomäßig gebräunt, und das pechschwarze Haar hat er zu einem - zugegebenermaßen ziemlich coolen - Irokesenschnitt getrimmt. Ein bisschen erinnert er mich an ein Manga - oder Bill Kaulitz, was aufs Gleiche hinausläuft.
Ach ja, und er ist schwul. Stockschwul, um präzise zu sein. 
Während mir Nikons Team die Haare einsprüht und tonnenweise Makeup ins Gesicht spachtelt, hakt er sich bei meinem Bruder unter und führt ihn in die Besucherlounge. Dort ködert er ihn mit italienischem Designerespresso, und erntet prompt eines dieser Strahlelächeln, mit dem mein Bruder noch jedes Mädchen flachgelegt hat. Als Frau wäre er das, was man gemeinhin als Flittchen bezeichnet. Aber als Mann, ist er ein unheimlich cooler Typ, zumindest für seine bescheuerten Sportsfreunde - wo sind die Kotzsmilies, wenn man sie braucht?

Ob dieser coole Typ noch immer so ein Hollywoodlächeln aufsetzen würde, wenn er wüsste, dass Nikon vom anderen Ufer ist? Meistens haben Typen wie er - also richtige Kerle (har har!)  - eine extrem ausgeprägte Homophobie.
Woher ich das weiß? Nun, mein großer Bruder spielt Psychoklempner, und anscheinend ist er ziemlich gut darin, denn er wird regelmäßig zu Vorträgen seines Spinner-Vereins eingeladen, dem BDS, ähm, sorry, BDP. 
Unter uns: Hätte ich gewusst, wie viel Kohle man mit so einem Mist scheffeln kann, hätte ich mich vielleicht selbst der Freudschen Fraktion angeschlossen, anstatt den armen Poeten zu geben. 
Scheiß Konjunktiv.

Als Nikon mir seine Aufmerksamkeit schenkt, und die ersten Posen erklärt, sinkt meine Laune noch einmal zwei Etagen Richtung Keller. 
Posen? Ich will ein beschissenes Bild für die beschissene Webpage. Was soll ich da groß posen? 
Lächeln - Foto - fertig! Wo ist das Problem?
Doch Nikon hat andere Pläne. Er will ein Setting schaffen, in dem ich mich entspanne. Anscheinend ist ihm die kritische Steilfalte zwischen meinen Brauen aufgefallen, die sich wie eine Ackerfurche in mein Gesicht gegraben hat. 
Da ich ohnehin komplett zugekleistert bin, leiste ich keinen Widerstand, und fange doch tatsächlich an, auf Kommando zu grinsen. 
"Lächle, Sweetheart, lächle!"
"Was glaubst du, was ich hier mache?", presse ich zwischen zusammengebissenen Zähnen hervor, was mein schönstes Sonnescheinlächeln darstellen soll.
"Aber nein, Honey, zu fletscht die Zähne. Lächle!"
"So lächle ich nun mal!"
"Aber, Darling, das ist kein Lächeln. Du siehst aus, als wolltest du mir die Kehle rausreißen."
Entweder ist er Gedankenleser, oder ich bin eine richtig miese Schauspielerin. Ich tippe auf Letzteres.
"Denk an etwas Schönes!", ruft er mir enthusiastisch zu. 

Etwas Schönes? Was soll das ein? Ach ja, mein Leben, was sonst.
Verdammter Mist, mein Leben ist schön, denke ich grimmig und beiße die Zähne fester zusammen. Hätte ich mehr Zeit, würde ich mich den ganzen Tag vor Lachen ausschütten, jawohl. Wären da nur nicht die vielen Menschen, die mich nerven. Meine Arbeit, der Lärm, und, nun, ich selbst. Also, abgesehen von alldem, ist mein Leben eine fluffige rosa Wolke vor einem babyblauen Hintergrund …
Lassen wir das.
Im Geiste verpasse ich mir eine Kopfnuss und beschließe das Spiel mitzuspielen.
Wenn die Bilder nichts werden, kommen Fotos von mir ins Netz, auf denen ich total kacke aussehe, und das würde mir die gute Laune bis Sommer 3015 verderben.
Innerlich seufze ich.

"Denke an deinen heißen Freund!", flötet Nikon hinter seiner Kamera.
Unwillkürlich wandern meine Gedanken zu Gravis. Okay, das könnte funktionieren. Mein Freund ist toll, und das meine ich ausnahmsweise einmal nicht ironisch. Er ist klug, witzig und verfügt über einen Charme, dem sich kaum jemand entziehen kann – ich jedenfalls nicht. Gebaut wie ein Gott, zieht er die Blicke der Frauen auf sich, wie ein Magnet Kühlschränke. Außerdem hat er die unverschämt blausten Augen, die mir je untergekommen sind, und ist obendrein ein echter Schatz. Einer von der Sorte, der Türen aufhält und Blumen mitbringt, wenn er sich verspätet - oder einfach nur so. Ich steh auf solche Sachen, verklagt mich doch!
In jedem Fall lächle ich nun endlich, und die digitale Spiegelreflex schießt dem Klang nach 1000 Bilder die Sekunde.

Nach einer gefühlten Ewigkeit wird es urplötzlich dunkel. Stockdunkel, um präzise zu sein. Tatsächlich sind die Lichter ausgegangen, und ich verwette meinen Hintern, dass ein naher Verwandter von mir dahinter steckt. Kurz darauf ist das Studio wieder beleuchtet, und als mein Bruderherz einen Moment später mit knallrotem Lippenstift am Hals hinter Nikon auftaucht bin ich sicher, dass er den Kurzschluss verursacht hat. 
Es ist nicht schön, so etwas von seinem eigenen Bruder zu sagen, aber dieser Mistsack bricht Herzen im Minutentakt. Eines Tages wird er sich über beide Ohren in jemanden verlieben, der ihm den Laufpass gibt, und bei Gott, dann möchte ich dabei sein.

In jedem Fall habe ich nun die gewünschten Bilder für meinen Arbeitgeber, und ich muss zugeben, ein paar von denen sehen gar nicht mal so übel aus. Als ich das zu Nikon sage, sieht er aus, als hätte ich ihm dahin getreten, wo es wehtut. Zu spät erkenne ich meinen Fehler, denn der Meister ist anderes gewohnt als: "Doch, das geht", und "M-hm, das ist auch ganz passabel". Mein Bruder rettet die Situation, indem er die Bilder im Allgemeinen und Nikons Kunst im Besonderen preist. Ein Hoch auf seine sensible Ader, die mir völlig abgeht.
Noch am selben Tag geht das Zeug per Boten zu meinem Chef, der mich am nächsten Morgen abermals aus dem Bett klingelt.
"Und?", fragt er, ganz Herr und Meister. "War das jetzt so schwer?"
Ja, verdammt, das war es! 

Doch das sage ich nicht laut, denn in seinem Betrieb rangiere ich in Sachen Wichtigkeit irgendwo unterhalb der Steinlaus. Und da ich auch morgen noch einen Job haben möchte, bemerke ich stattdessen:
"Öhm, nein", und hoffe, dass das Gespräch damit beendet ist, aber er ist noch nicht fertig.
"Nikon ist hellauf begeistert. Er sagt, dass du Potential hast und würde gern noch mehr Fotos machen. Du hast deine Nummer nicht dagelassen, also hat er sich an mich gewandt."
Was übersetzt heißt: Nikon, dieser Riesenarsch, hätte gerne die Telefonnummer meines Bruders, und versucht mich auf diesem Weg zu erpressen - und mir gleichzeitig meine Ignoranz heimzuzahlen, weil ich sein Talent nicht angemessen gehuldigt habe. 
Hab ich ein Glück, denke ich und lege auf, nachdem ich versprochen habe, an meiner Model Karriere zu arbeiten. 
Aber klar doch.

Und die Moral von der Geschicht? Ist das nicht klar? Nehmt niemals euren Bruder zu einem Fotoshooting mit, schon gar nicht den Jüngeren, ich sag's euch!
Zumindest habe ich ein paar brauchbare Bilder, das spart mir diesen Quatsch hoffentlich für die nächsten zehn, fünfzehn Jahre.
Solltet ihr also demnächst irgendwo eine Kamera sehen, sei es im Park- oder Kaufhaus, denkt an meine Worte - oder waren es Nikons? Egal: "Lächle, Sweetheart, lächle!"
Starke Nerven wünscht, die kamelin .-)





09 Oktober 2011

Skurriles Intermezzo (Teil 2)

Aus aktuellem Anlass (schon wieder!) stelle ich hier die Fortsetzung des Fuchs/ kamelin Dialogs  aus Oktober ein, zumal das betreffende Forum mittlerweile nur noch Mitgliedern zugänglich ist.



Hallo Plümpfe, 

zur Abwechslung mal ein schönes Thema. Im Oktober wird unsere kleine Gemeinschaft 2 Jahre alt und wenn alles nach Plan verläuft, findet dann auch die 2. Saison ihr Ende. Dies alles scheint Grund genug, ein kleines Fest zu veranstalten. 
Natürlich wären auch die Nicht-A&A-Spieler herzlich eingeladen.

Herr Fuchs


 ~ * ~



Herr Fuchs,

ich werde natürlich auch vorbeikommen und auf ihr Wohl trinken ... auch zum Teufel, na gut, von mir aus auch auf das der anderen Mädels.
Bitte stellen sie mir zu diesem Zweck eine Flasche Veuve kalt. Und, ach ja, hätten sie neben den anwesenden Würstchen vielleicht auch einen Happen foie gras? Auf Toast?
Ich hoffe, ich mache recht viele Umstände und so.

Wie immer ohne Gruß,

die kamelin


 ~ * ~



Um Gottes Willen, Frau Kamelin, 

NEIN, NEIN, NEIN!!! Bleiben Sie bloß wo Sie sind, ich arbeite hier seit GENAU 2 Jahren daran, dass meine Topfpflanzen blühen und gedeihen, hege und pflege sie und gieße sie mindestens einmal im Monat und setze sie dazu noch zu 97% reinstem Sonnenlicht aus. 

DAS LASSE ICH MIR JETZT NICHT IN EINER STUNDE KAPUTT MACHEN *um Fassung ringend*

Weitere Grüße zurücknehmend
Herr Fuchs 

 ~ * ~




Herr Fuchs,

jetzt regen sie sich mal wieder ab, Mann! Pflanzen lieben mich. Dass meine Balkonpflanzen diesen Winter eingegangen sind, hat nichts damit zu tun, dass ich sie bei Minustemperaturen mit dampfendem Nudelwasser gegossen habe. Das war irgendeine ganz seltene, ähm, Mehltaupestlaus. Außerdem ist verjährt. Ihrem Grünzeug kann so gut wie nichts passieren, also machen sie sich nicht ins Hemd.

Ungegrüßt,

die kamelin

 ~ * ~

Degrüßte Frau Kamelin, 

das von Ihren Balkonpflanzen weiß ich bereits, die haben nämlich bei mir offiziell um Asyl gebeten und beim internationalen Gerichtshof Strafantrag gegen SIE gestellt. (Verbrechen gegen die Pflanzlichkeit)

Vergangene Grüße verleugnend 
Herr Fuchs



 ~ * ~




Herr Fuchs,

na, wenn das so ist, werde ich SIE vor den internationalen Gerichtshof zerren, und Strafantrag wegen Verbrechen gegen Geschmacklosigkeit stellen. Oder Plüschigkeit. Oder was auch immer, mir fällt schon was ein. Ha, ich hab's! Wie wäre es mit Verbrechen gegen die Ungastlichkeit.
Mann, ich möchte echt nicht in ihrer Haut stecken. Bei Verbrechen gegen die Ungastlichkeit macht der internationale Gerichtshof kurzen Prozess. Sie stecken so was von in der ... sie wissen schon.

Sie haben es so gewollt,

die kamelin


 ~ * ~




Degrüßte Frau Kamelin, 

ich sehe schon, es lässt sich nicht vermeiden, dass Sie hier tsunamisch wirken wollen. 

Bringen Sie bloß KEINEN selbstgemachten Salat mit, wir wissen ja beide, was Sie da früher alles drin verarbeitet haben, die Strafanträge füllen noch immer ganze Regale im Fuchsbau. 

Bringen Sie auch bloß KEINEN Alkohol mit, damit Sie mir später nicht wieder heulend im Arm liegen:

Kamelin: Oh Gott, Herr Fuchs *schniefend und lallend*, ich HASSE Sie so sehr, und Ihre Plümpfe *würgend*...Habe ich Ihnen eigentlich schon gesagt, wie sehr ich Sie hasse?*rülps*

Versuchen Sie auch bitte KEINE Gespräche mit den übrigen Gästen zu beginnen: 

Kamelin: Entschuldigen Sie bitte, dass ich Sie anspreche, aber wissen Sie eigentlich schon, dass ich Sie für einen völlig gestörten, geisteskranken Freak halte? Es war mir jetzt einfach ein Bedürfnis, Ihnen das mitzuteilen

Versuchen Sie auch bitte NICHT, an diesem Abend hilfreich zu sein. 

Kamelin: Ach, Herr Fuchs, lassen Sie mich doch bitte den Tisch abräumen, ich werfe doch so gerne mit Geschirr

Wenn ich es mir so recht überlege, versuchen Sie doch einfach, an diesem Abend NICHT anwesend zu sein! Was halten Sie davon? 

Einen Gruß aus dem Jahre 2009 rückwirkend streichend
Herr Fuchs





 ~ * ~




Herr Fuchs,

jetzt heulen sie mir bloß nicht die Hucke voll. Glauben sie ernsthaft, ich nehme Ratschläge von jemanden, der sich jeden Morgen das Fell bürsten muss? Sie flusen, Mann! 
Außerdem ist dem ansässigen Gesöcks hier bestens bekannt, was ich von ihm halte, ich meine, es ist ja nicht gerade so, als würde ich aus meinem Herzen eine Mördergrube machen, wie? 

Ach, und noch etwas. Sie können rückwirkend keine Grüße streichen, die Frist wurde vom internationalen Gerichtshof wegen Verbrechen gegen die Freundlichkeit gekürzt. Aber so was von!

Ätsch sagt,

die kamelin


 ~ * ~




*Kreisch* (c) kamelin

Frau Kamelin, 

nein, Frau Kamelin, nein, man kann wirklich alles Negative über Sie sagen; wirklich alles, also ich meine wirklich, wirklich ALLES; aber nicht, dass Sie jemals aus Ihrem Herzen eine Mördergrube gemacht hätten, nein, das haben Sie wahrlich nicht getan....

Mit Tränen in den Augen
Herr Fuchs 


 ~ * ~


Herr Fuchs,

na also, war das jetzt so schwer?
Ich komme um Sieben. Stellen sie den Champagner kalt, ich erwarte Blumen und eine roten Teppich.

Beste Grüße,

die kamelin





 ~ 
Etwas später  ~






Liebe Plümpfe, 

viele unter Euch haben sich gefragt, wo denn der böse Geist dieses Forums; Frau Kamelin; steckt. 
Ich habe Euch erzählt, dass Sie entweder von der Hölle geschluckt oder von ihrer eigenen Boshaftigkeit dahingerafft wurde und Gott ist mein Zeuge, ja, es wäre für uns alle das beste gewesen. 

Aber nein, sie ist zurück, und zwar mit einem Pauken- und Trompetenschlag, wobei es noch fraglich ist, was man sich unter einem Trompetenschlag vorstellen soll. 

Aber nicht nur, dass sie aus Helheim zurückgekehrt ist, wo ihr wahrscheinlich von der Totengöttin Hel Hausverbot wegen grober Boshaftigkeit erteilt wurde, nein, Sie hat uns auch noch etwas von dort mitgebracht. (Nein, Holger, keine Lakritze). 

Sie hat ihre gesamte Boshaftigkeit; und das ist wahrlich nicht wenig; in ein blutrünstiges und boshaftes Buch gepackt, ihren Namen darauf geschrieben und gesagt: 
"Oh Gott, wie ich Euch alle hasse, doch es hat mir die Kraft gefehlt, noch mehr Plümpfe in diesem Buch sterben zu lassen."

Ich präsentiere Euch nun das vor Hass und Gewalt strotzende Meisterwerk unserer "Ehrenplümpfin": Jane Christo: Der Erzdämon!

Verneigt Euch nun in Demut vor dem schlimmsten Albtraum eines jeden Plumpfes => Frau Kamelin... 

Herr Fuchs

 ~ * ~


Herr Fuchs,

wie sie bereits richtig vermutet haben, handelt es sich bei diesem Werk um meine Autobiographie. Hier erfahren sie alles über meine Ausbildung zur Ausgeburt der Hölle, und wie ich den Teufel auf's Kreuz gelegt habe. Und natürlich den Unterschied zwischen einer Glock und SIG. 
Wer also wissen will, wie ich das - was auch immer das ein soll - geworden bin, voila! Kauft das Buch, und lest es selbst. Wer von euch des Lesens nicht mächtig ist - nun, bis April habt ihr ja noch ein bisschen Zeit zum üben. Und kein Wort gegen Lakritze, von den Dingern ernähre ich mich praktisch!

Traditionell ohne Gruß,

die kamelin
(Aus der Hölle entflohen. Gerade noch so.)


 ~ * ~



Frau Kamelin (ohne Begrüßung), 

in der Zeit, wo Sie hier wieder mit Lakritze herumwerfen, habe ich mir die Mühe gemacht, einige Leserbriefe zum Erzdämon zu beantworten. Wenn ich die wichtigsten davon gerade vortragen dürfte? Danke!


Werner (58) fragt: 
Hochverehrter Herr Fuchs, kann uns der Erzdämon Lösungsvorschläge für die dringendsten Probleme dieser Welt liefern? 

Herr Fuchs antwortet: Lieber Werner, ja, das kann der Erzdämon, denn er ist sehr gewalttätig! 

Ilseborg (47) fragt: 
Mein Mann und ich sind seit 30 Jahren verheiratet und möchten wissen, ob der Erzdämon ein Buch für die ganze Familie ist.

Herr Fuchs antwortet: Ja, zumindest Ihr Mann wird an dem Dämon sehr viel Spaß haben *räusper* 

Franz (48) fragt:
Sehr geehrter Herr Fuchs, in die Kopfdichtung meines Autos dringt Wasser ein. Was kann ich tun?

Herr Fuchs antwortet: Lieber Franz, kaufen Sie sich auf jeden Fall ein Exemplar des Erzdämons!

Peterchen (9) fragt: 
Lieber Herr Fuchs, handelt es sich beim Erzdämon um eine moderne Interpretation des offenen Dramas oder orientiert sich Jane Christo eher an den opitzschen Literaturreformen?

Herr Fuchs antwortet:* Öhm*..hier, Peterchen, lecker Lakritze!


Herr Fuchs    


 ~ * ~


Herr Fuchs,

zugegeben, der Herr Dämon kann ziemlich ekelhafte Dinge tun (was er auch macht, und das ziemlich gründlich). Aber reden wir mal von Kick-Ass Blanche, denn um ehrlich zu sein ist die Gute der Aggressor dieser Story. Sie, und der Antagonist, ein übler Bursche namens Zoey. DEN Namen sollten sie sich merken, denn wenn es in der Geschichte der Irren je einen Prototypen unter den besonders gefährlichen Durchgeknallten gegeben hat, dann ist er das. 
Was natürlich weitere Fragen aufwirft, wie z.B.:

Falko aus W. fragt
Falko: Frau kamein, warum zur Hölle können sie sich ausgerechnet in diese kaputten Typen mit gescheiterten Existenzen hineinversetzen?

kamelin: Nun, ich hatte lange Zeit Gelegenheit genau diesen Typus in bestimmten Foren zu beobachten. Ich habe sie studiert, kategorisiert, tabellarische Aufzeichnungen vorgenommen, das ganze Programm. Es war ein hartes Stück Arbeit, mich in die Welt eines Bekloppten *räusper* ich wollte sagen, Soziopathen, hineinzuversetzen, aber es hat sich gelohnt.


Beste Grüße,

böshilde kamelin

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Werte Frau Kamelin,

wären Sie eventuell bereit, Ihre Kenntnisse bezüglich des Soziopathen öffentlich hier zu teilen.

Mir gespannten Grüßen
TerranPower


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*KREISCH*(c) Kamelin

das halte ich für eine wunderbare Idee. Fragen Sie doch mal einfach unsere beste Frau Kamelin, wen sie eigentlich mit den Soziopathen meint.
Auch ich habe nicht den GERINGSTEN Schimmer, wer dies sein könnte. 

Frau Kamelin *sich einschenkt und eine Zigarette anzündet*, wie wollen Sie das jetzt dem völlig ratlosen Terran Power erklären? Hmmm? 

Mit großartigen Grüßen
Herr Fuchs

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Werter und hoch geschätzter Herr Fuchs,

ist es eventuell möglich, dass ein pelziges Wesen mit langen Ohren gemeint ist?

Mit sonnigen Grüßen aus dem Osburger Hochwald
TerranPower


 ~ * ~


Herr TerranPower,

Ihre Frage lässt sich mit wenigen Worten beantworten: 
Lesen Sie das Buch, Mann!
Mehr Kenntnisse kann ich nun wirklich nicht teilen - und öffentlicher geht's ja wohl noch kaum.
*räusper*
Was meine Vorlage angeht, nun *hüstel* Wie in jeder Biographie ist das Meiste natürlich erstunken und erlogen, obwohl sich während des Schreibens immer wieder ein fusseliges Gesicht vor mein inneres Auge geschoben hat .... aber das hat bestimmt nichts zu bedeuten *schielt zu Herrn Fuchs* Nein, ganz bestimmt nicht ...

Beste Grüße,

die kamelin 

PS:
Herr Fuchs, machen Sie gefälligst den Glimmstengel aus, hier ist Rauchen strengstens verboten! Stellen sie sich nur mal vor, was alles Feuer fangen könnte, und bei ihrem Promille-Pegel, brennen sie bestimmt ganz hervorragend ... Ach wissen sie was, Schwamm drüber. Rauchen Sie ruhig, das soll ja die Nerven beruhigen und so ... so gesund sein und so weiter und so fort ...


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Frau Kamelin,

da das Buch erst in einem halban Jahr erscheint. wäre es schön, Ihre Kenntnisse schon jetzt zu bekommen.

Beste Grüße
TerranPower

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Herr Terrain,

Weltfriede wäre auch schön, genauso wie Tuplen im August. Aber wir bekommen nun mal nicht immer das, was wir wollen, also gewöhnen sie sich daran!
Außerdem brauche ich jeden Cent, irgendwer muss schließlich mein Dolce Vita finanzieren, nicht wahr?!

Gerade noch so an der Grußgrenze,

die kamelin

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Meine teuerste Frau Kamelin, 

*sich nachschenkt* der gute Herr Power kann Ihnen scheinbar noch immer nicht folgen.

Das ist verständlich, denn wer hat schon Kontakt mit Sozipathen und kann sich von daher vorstellen, wen oder was Sie mit solch grässlichen Individuen meinen?
*Den Zigarettenqualm nachdenklich betrachtend*

Sie werden sich schon etwas mehr bemühen müssen, wenn Sie dem Guten die Augen...öffnen...möchten, aber lassen Sie sich ruhig Zeit dabei, es eilt ja nicht, der Groschen wird schon noch fallen, da bin ich sehr zuversichtlich! Ich erheben unterdessen mein Glas auf Sie!
(Und hören Sie auf zur Seite zu schielen, die Augen könnten dabei stehenbleiben)

Mit den besten Grüßen
Herr Fuchs 

 ~ * ~



Herr Fuchs,

wenn hier jemand Experte in Sachen Psychopathen & Co. ist, dann ja wohl sie und ihre Tabledancer, gelle? Warum also erzählen sie ihrem Kumpel nicht einen Schwank aus ihrem Leben, und lassen dabei Sachen einfließen wie:

"... ich hatte nicht vor 70 Semester zu studieren, aber dann kam die böse Frau kamelin, und hat mich durcheinander gemacht (ha!), und ich konnte nicht anders (doppel ha!) ... Aber wenn ich diese Ausgeburt der Hölle in die Finger bekomme, die mich dazu verführt hat mein Leben wegzuwerfen - dabei hatte ich eine glänzende Laufbahn als Taxifahrer vor mir..." 

Oder:
"Ich? Fusselig? Wer sagt das? WER ZUM TEUFEL HAT DAS BEHAUPTET!?!"

Auf diesem Weg wird der gute Terrain vielleicht irgendwann ein Licht aufgehen, woher der Wind weht. Oder auch nicht. 

Empathische Grüße,

die kamelin ...
ja ich, verdammt nochmal! Oder haben sie damit vielleicht ein Problem???



 ~ * ~


Lauthalse Frau Kamelin, 

dass Sie immer gleich hysterisch werden müssen, tzzz, ich zeige Ihnen mal wie man das macht. 

Terran Power, mein Sohn, setz Dich mal zu mir hin *den Arm väterlich auf die Schulter legt*
Weißt Du, wen diese böse, böse Frau meint? Nein? Sie meint uns, uns alle und ganz, ganz besonders Dich *mitleidvoll schauend und dabei mit dem Kopf nickend*
Ja, mein Sohn, Sie hält uns alle für geisteskranke Freaks, die im Grunde genommen keine Existenzberechtigung haben, zumindest nicht in Freiheit! *sanft und tröstend zulächelnd*
Das ist ist aber überhaupt nicht schlimm, weil das ja nicht heißt, dass wir nicht auch auf irgendeine Art und Weise wertvoll sind! Hier, Junge, Du musst tief auf Lunge ziehen, das hilft! *Terran Power eine Zigarette anzündet*
Ja mein Sohn, auch Du bist wertvoll und ich und dieser Baum, das tote Eichhörnchen auf der Autobahn und der Erzdämon, den Du noch kaufen musst (nicht vergessen) usw. wir alle sind etwas ganz, ganz Besonderes. Jetzt nimmst Du noch brav etwas Lakritze und alles wird wieder gut *Terran Power eine Träne aus dem Auge wischend und Lakritze reichend*
Und Du musst mir ganz, ganz toll versprechen *ernst schauend*, dass Du Dir niemals, also wirklich GAR NIEMALS von bösen, bösen Frauen, die Bücher über Erzdämonen schreiben (die im April 2012 erscheinen), einreden lässt, dass das nicht so sei *sanft und tröstend  nickend*

Sehen Sie, Frau Kamelin? So geht das ja auch!

Unfreundlich 
Herr Fuchs 

 ~ * ~



Och, Herr Fuchs, wie drollig!

Müssen sie ihren Mädchenclub eigentlich jedes Mal aufbauen, wenn ich vorbeikomme und freundlich guten Tag sage? Wenn sie meinen, dass das hilft - es ist ja nicht so, als hätte ich keine Gefühle. Nun ja, irgendwo werden sich schon noch welche auftreiben lassen. Bestimmt.

Terran Power, du dummer, dummer Junge, setz Dich mal zu mir hin *am Kragen auf den Stuhl ziehend*
Weißt Du, wen dieser böse, böse Herr Fuchs meint? Nein? Er meint dich, und all die Girlies in diesem Forum, aber ganz besonders sich selbst *wissend mit dem Kopf nickend*
Ja, mein Junge, wir wissen beide, dass ihr geisteskranke Freaks seid, die im Grunde genommen keine Existenzberechtigung haben, zumindest nicht in Freiheit! *böse zulächelnd*
Das ist ist aber überhaupt nicht schlimm, weil das ja nicht heißt, dass ihr nicht auch auf irgendeine Art und Weise wertvoll seid! Hier, Junge, du musst auf ex trinken, das hilft! *Terran Power einen Drink einkippt*
Ja mein Junge, auch du bist bestimmt wertvoll und Herr Fuchs und dieser Baum, das tote Eichhörnchen auf der Autobahn und der Erzdämon, den Du noch kaufen musst (nicht vergessen) usw. ihr alle sind etwas ganz, ganz Besonderes. Jetzt nimmst Du noch brav einen Schluck (oder zwei) und alles wird wieder gut. 
Und nun versprich mir *Terran Power ein neues Glas mit Strychnin reichend*, dass du die restliche Zeit, die dir noch bleibt, mit der Suche nach diesen Werten verbringst, aber du musst auch wirklich ganz doll suchen.


Ha, was sagen sie nun! Ein Kinderspiel, keine Frage. Ich habe hier und da kleine Änderungen vorgenommen, aber im Großen und Ganzen ist die Kernaussage die Selbe. Und jetzt sage noch einer ich wäre nicht sensibel!

Ungehalten,

die kamelin



 ~ * ~



Ja, Frau Kamelin, 

das ist natürlich VIEL, VIEL empathischer als mein Ansatz. Man muss wahrhaft vor Ihrem Genie knien! 

Herr Fuchs







 ~ to be continued ~